Montag, 13.08.2018

Internationaler Fachkäfteaustausch

unterwegs in Tokio und Oita (Japan)

Auf Einladung des japanischen Cabinet Office besuchten drei Delegationen mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Österreich, Neuseeland und Deutschland vom 12.02.2018 bis 27.02.2018 den Inselstaat Japan. Diese Reise führte nach Tokio und anschließend weiter nach Kagoshima, Oita oder Wakayama.

Das NPO-Managementforum in Tokio:

Gemeinsam mit japanischen Teilnehmenden aus dem Non-Profitbereich wurden verschiedene Themen aufgegriffen und diskutiert. Es gab Arbeitsgruppen zum Schwerpunkt Fundraising. Hierbei  wurden unterschiedliche Herangehensweisen zur Fördermittelakquise eruiert. Schnell wurde ersichtlich, dass Projekte und die Fördermittelakquise in allen beteiligten Ländern ähnlich ablaufen. Die Diskussionskultur unterschied sich jedoch enorm von bisher bekannten Fachtagungen und Weiterbildungen. Dies begründete sich zum einem in dem Aufwand der Übersetzungsleistung sowie der Mentalität der japanischen Teilnehmenden. Höflichkeit und Respektvoller Umgang zeichneten diese Tage aus. Beeindruckend waren die Vorstellung von Projekten und Aktivitäten, welche in Katastrophengebieten (beispielsweise nach der Nuklearkatastrophe 2011) initiiert wurden sowie die Bereitwilligkeit von Unternehmen, karitative Organisationen in Japan zu unterstützen.

Das „Local Program“ in der Präfektur Oita:

Japan weist eine der niedrigsten Geburtenraten  und gleichzeitige eine der höchsten Lebenserwartungen der Welt auf. Zudem leben in dem Land rund 70.000 Menschen die 100 Jahre alt oder älter sind. Dieser weltweite Rekord der Hochbetagten steigt weiterhin an. Der fortgeschrittene demografische Wandel mit anzunehmenden sinkenden Steuereinnahmen, drohendem Kollaps von Kranken- und Pflegesystem sowie ein Fachkräftemangel ungeahnten Ausmaßes (nicht nur in medizinischen und pflegerischen Berufen), stellen das Land vor große Herausforderungen. Da jedoch auch in Deutschland, welches als „ältestes Land Europas“ gilt, eine zunehmende Alterung der Gesellschaft feststellbar ist, lohnt ein Blick über die Grenzen.

Über den Schwerpunkt „Arbeit mit älteren Menschen“ erhielten die Teilnehmer in der Präfektur Oita einen Einblick in die Arbeit vor Ort. Einrichtungsbesuche und Kontakte zu Anwohnern erlaubten es, ein Gefühl für die sozialen Aktivitäten älterer Menschen zu entwickeln. Es gab die Möglichkeit  kommunale Einrichtungen sowie freier Träger mit dem Ziel der gesundheitlichen Förderungen zu besuchen oder sich an sportlichen Aktionen zu beteiligen sowie Einblicke in eine staatlich weiterführende Schule für Ernährungsfragen sowie Altenheime zu erhalten.    

Insgesamt konnten die Erlebnisse einen sehr guten Eindruck im Bereich der sozialen Aktivitäten und dem ehrenamtlichen Engagement japanischer Non-Profitorganisationen vermitteln. Die gewonnen Erkenntnisse und Erfahrungen werden unvergessen bleiben und hinterließen insbesondere in den Schwerpunktfeld „Arbeit mit älteren Menschen“ einen nachhaltigen Willen der Umsetzung von Projektideen und Verbesserungsvorschlägen für die eigenen Vorhaben.

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